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Schloss Emmerichshofen


Schloss Emmerichshofen
Das nördliche Waldgebiet von Kahl, umfasst ca. 580 Hektar und ist seit über 150 Jahren im Besitz der Familie Waitz von Eschen. Um 1766/68 errichteten Staatsdiener des Mainzischen Kurfürst-Erzbischofs die Hofanlagen, welche schon 1770 nach ihrem Lehensherrn "die Emmerichshöfe" genannt wurden. Den Bau der drei Höfe plante ein Mainzer Architekt.

Am 25. Januar 1824 erwarb Sigmund August Philipp Waitz von Eschen aus Hanau das gesamte Hofgut-Lindenhof und am 17. April 1835 das Schloss mit Grundbesitz. Der Viehbestand war um 1838/40 beträchtlich, bei 30 Stück Rindvieh, 12 Pferden, 40 Schweinen und 400 Schafen, dazu eine große Anzahl von Hühnern, Gänsen, Enten und Tauben.

Freiherr Waitz von Eschen betrieb eine Musterlandwirtschaft, für die ihm ein Orden verliehen wurde. Boden-Ertragslisten von 1854 weisen auf den Anbau von Roggen, Kartoffeln, Hafer, Buchweizen, Heidekorn,Welschkorn, Bohnen und Raps. Auch Tabak wurde angebaut und um 1850 gab es einen Weingarten. Viele Kahler und auch Großkrotzenburger fanden dort Arbeit, als Köche, Mägde, Knechte und Gärtner.

Nach dem Tod von Siegmund August Freiherr Waitz von Eschen 1864 übernahm dessen Sohn Emmerichshofen und erkannte, dass der Großteil des Bodens nicht für den Ackerbau geeignet war. Er begann mit Aufforstungen. Die letzten noch landwirtschaftlich genutzten Flächen wurden um 1970 aufgeforstet.

Die jüngere Linie Waitz von Eschen erlosch nach 110 Jahren. Carl W.v.E. starb 1933 und vererbte Emmerichshofen an seinen Patensohn und Neffen in der Kasseler Linie der Familie. Schloss und Nebengebäude wurden im Krieg als Kinderheim genutzt und nach dem 2. Weltkrieg von Flüchtlingen bewohnt. In den 60er und 70er Jahren entstanden durch Kiesabbau auch auf Emmerichshofener Gebiet Seen, die sehr naturnah entwickelt wurden. An einem Teil der Ufer wurde ein Wochenendhausgebiet angelegt. Emmerichshofen ist noch heute Wohnsitz der Familie.

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